„Schalmeienmusikanten Langenreichenbach“ feierten GOLDENES JUBILÄUM

 

Die Schalmeienkapelle Langenreichenbach feierte vom 1. bis 3. Juli ihr traditionelles Musikfest in diesem Jahr unter einem besonderen Stern: Der Verein feierte seinen 50. Geburtstag. Ihre Musik hat eine lange Tradition, da erinnert man sich gern an große Sportveranstaltungen in längst vergangenen Zeiten und an so manches Kopf-an-Kopf-Rennen bei Meisterschaften. Vor Karl Nonnenmacher und Klaus Schneider zitterte so mancher Spielmann – stets hatte ihre Truppe Spitzenniveau.

 

Heute zählen sie 70 Mitglieder samt „Rasselbande“, die dafür sorgt, dass die Truppe nicht altert, sondern quicklebendig bleibt. Das Projekt der musikalischen Früherziehung unter Leitung von Silvia Saalbach läuft super. Sie hat das richtige Feeling, Kids zu begeistern.

 

Zum Jubiläumsfest kam eine große Gratulantenschar in das kleine beschauliche Dörfchen, um mitzufeiern und sich solo zu präsentieren. Unter ihnen Schalmeienfreunde aus Brandenburg a. d. H., Rathenow, Strehla, Taucha, Maschwitz und Fichtenberg. Sie alle schmissen sich ins Zeug, dass die Heide wackelte. Auch Spielmannszüge und Blasmusikanten warteten mit einem tollen Musikprogramm auf. Und wie jedes Jahr kamen trotz des Dauerregens viele Zuschauer, um sich dieses Musikspektakel nicht entgehen zu lassen.

 

Für die Schalmeienkapelle aus Brandenburg war es ein besonderer Spaß, das Geschenk von ihrem „Schalino“-Maskottchen überreichen zu lassen. Der Rote Brandenburger Adler hatte in Langenreichenbach Auftrittspremiere, diese Geburtstagsüberraschung war gelungen.

 

Die Atmosphäre unter den vielen Musikanten war wie immer herzlich, locker und alle hatten Spaß. Seit vielen Jahren kennt man sich aus dem AuswahlOrchesterSchalmeien (AWO). Dort wird zweimal im Jahr gemeinsam unter Leitung von Klaus Schneider - dem musikalischen Chef des Jubilars- musiziert. Er und St. Krauße haben aus 17 Vereinen ein respektables Orchester entwickelt, das sich sowohl national als auch international seine Sporen verdient hat. Anfang November sieht man sich zum nächsten Trainingslager mit dem AWO in Dessau wieder. Denn das Bundesturnfest des ÖTB im kommenden Jahr in Innsbruck wirft schon heute seine Schatten voraus.

 

Übrigens: Es gab noch einen zweiten Grund zum Feiern: Im April dieses Jahres wurde Klaus Schneider für seine besondere ehrenamtliche Arbeit die Auszeichnung „Heimatpreisträger Kultur“ vom Landkreis Nordsachsen verliehen.

 

Nun heißt es, die Spielsaison zu meistern und die große Festsitzung zum offiziellen Gründungsdatum der Kapelle am 17. Dezember d. J. vorzubereiten. Bis dahin wird auch die Jubiläums-CD „Congratulation“ zahlreiche Interessenten gefunden haben.

                                                                                                                          (Christina Knoblauch)